Wir informieren Sie gerne über eine grundlegende gesetzliche Änderung im grenzüberschreitenden Güterkraftverkehr, die zum 1. Juli 2026 in den Niederlanden in Kraft tritt.
Neue Lkw-Maut in den Niederlanden zum 01. Juli 2026
wir möchten Sie über eine grundlegende gesetzliche Änderung im grenzüberschreitenden Güterkraftverkehr informieren, die zum 1. Juli 2026 in den Niederlanden in Kraft tritt.
Die niederländische Fahrzeugbehörde (RDW) schafft die bisherige, pauschale Eurovignette ab und führt eine flächendeckende, kilometerbasierte Lkw-Maut – die sogenannte Vrachtwagenheffing – ein. Diese Gebühr gilt für alle Nutzfahrzeuge ab 3,5 Tonnen auf fast allen Autobahnen sowie ausgewählten Provinz- und Gemeindestraßen. Die Höhe der Maut wird fahrstreckenabhängig berechnet und richtet sich nach dem Gewicht sowie der Schadstoff- und CO₂-Klasse des eingesetzten Fahrzeugs.
Während die alte Eurovignette eine zeitbasierte Pauschale war, schlagen die Kosten der neuen Maut nun direkt auf die tatsächlich gefahrene Distanz durch. Für einen klassischen 40-Tonner (Euro-6-Standard) entstehen dadurch durchschnittlich ca. 0,20 € pro gefahrene Kilometer auf niederländischem Boden.
Beispielrechnung: Rundlauf Aachen – Amsterdam – Aachen
Zur Veranschaulichung haben wir die Auswirkungen anhand eines typischen Rundlaufs kalkuliert:
Fahrzeug: 40-Tonner, Gewichtsklasse über 32 Tonnen, Euro 6
Relation: DE-52 Aachen – NL-10 Amsterdam – DE-52 Aachen
Gesamtstrecke: ca. 460 Kilometer
davon mautpflichtige Straßenkilometer in den Niederlanden: ca. 450 Kilometer
Kostenposition | bis 30.06.2026 | ab 01.07.2026 |
Eurovignette auf Basis Tagestarif | 13,00 € | – |
Eurovignette auf Basis Jahrestarif* | 5,10 € | – |
Niederländische Lkw-Maut | – | 90,00 € |
Mehrkosten gegenüber Jahrestarif | – | 84,90 € |
* Berechnungsbasis: Jahresvignette 1.274 € / 250 Arbeitstage = 5,10 € je Einsatztag.
Unsere Flotte ist mit den satellitengestützten On-Board-Units (OBU) ausgestattet und über den europäischen Mautdienst (EETS) registriert. Die gewohnte Transportqualität und die Zuverlässigkeit Ihrer Lieferketten bleiben somit nahtlos gesichert.
Aufgrund dieser neuen, staatlichen Abgabe kommen wir jedoch nicht umhin, die streckenbezogenen Mehrkosten ab dem 01. Juli 2026 in unsere Frachtpreisgestaltung einzufließen zu lassen. Unser Vertriebs- und Kundenserviceteam steht Ihnen bezüglich der Anpassung bestehender Vereinbarungen sowie laufender Angebote gerne zur Verfügung und wird dazu in den kommenden Tagen auch auf Sie zukommen.
Wir bedanken uns herzlich für Ihr Verständnis und das entgegengebrachte Vertrauen in unsere Partnerschaft. Für Fragen zu Ihren spezifischen Relationen stehen wir Ihnen selbstverständlich jederzeit gerne zur Verfügung.
Ihr Ansprechpartner im Bereich Transportlogistik
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André Falke
Head of Customer Service Transport Logistics