Erweiterung des SENT-Systems in Polen und Auswirkungen auf die Logistikbranche – Neuerungen ab März 2026

Das polnische SENT-System wurde 2017 eingeführt, um Steuerbetrug sowie den illegalen Handel mit sensiblen Gütern zu bekämpfen.

 

Nach der anfänglichen Fokussierung auf Kraftstoffe, Alkohol und später unter anderem Tabak, chemische Erzeugnisse und Abfälle, wurde das System zum 17. März 2026 erstmals auf Textilien, Bekleidung und Schuhe ausgeweitet.

 

Diese Erweiterung betrifft nun klassische Konsumgüter mit sehr niedrigen Schwellenwerten (ab 10 kg oder 20 Paar Schuhen). Dadurch fällt künftig ein Großteil aller Sendungen im E-Commerce- und B2B-Bereich unter die Meldepflicht.

 

Die Zielsetzung bleibt unverändert: die Bekämpfung von Produktpiraterie, die Kontrolle von Importströmen sowie der Schutz des EU-Binnenmarktes.

 

Zentrale Anforderungen

 

  • SENT-Nummer: Pflicht vor Transportstart, Gültigkeit 10 Tage
  • GPS-Tracking: Echtzeit-Überwachung während der Durchfahrt durch Polen
  • Dokumentation: Vollständige und korrekte Sendungsdaten erforderlich Risiken

 

Die Risiken sind erheblich: von Fahrzeugstillstand bei fehlenden oder fehlerhaften Meldungen, über empfindlich hohe Bußgelder bis hin zu Verzögerungen sowie operative Unsicherheiten in der Lieferkette.

 

Besonders kritisch ist die Haftungssituation, die Verantwortung liegt formal beim polnischen Empfänger, Versender und Transporteur. Vor diesem Hintergrund haben wir folgenden Prozess implementiert:

 

Der Auftraggeber ist verpflichtet, uns vor Transportbeginn sämtliche Auftragsdaten inklusive der gültigen SENT-Nummer zur Verfügung zu stellen.

Diese Daten werden durch uns in Abstimmung mit unserem polnischen Partner überprüft.

 

Erst nach entsprechender Rückbestätigung wird der Transport freigegeben und die Lieferung auf den Weg gebracht.

 

Bitte berücksichtigen Sie die Beschaffung der SENT-Nummern sowie die entsprechenden Lieferzeiten in Ihrer Planung.

 

 

Die Ausweitung stellt eine erhebliche regulatorische Verschärfung dar. Insbesondere die niedrigen Schwellenwerte führen zu einem deutlich erhöhten administrativen Aufwand, steigenden Kosten sowie komplexeren Prozessen.

 

Bei Fragen stehen Ihnen die bekannten Ansprechpartner in unserem Haus gerne zur Verfügung.

 

Ihre Transportlogistik

Hammer GmbH & Co. KG

 

Yvonne Faber
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Yvonne Faber
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