Wie resilient sind unsere Lieferketten wirklich?
Diese Frage stand im Mittelpunkt der Sitzung des IHK-Verkehrsausschusses zum Thema „Resilienz in der Supply Chain“, die wir am bundesweiten Tag der Logistik am 16. März im Hyper-Connectivity Center an unserem Standort in Eschweiler ausrichten durften.
Der Austausch mit rund 60 Unternehmerinnen und Unternehmern aus der Transport- und Logistikbranche hat erneut gezeigt: Resilienz in der Lieferketten ist kein abstraktes Zukunftsthema. Sie entscheidet ganz konkret darüber, ob Waren ankommen, Standorte handlungsfähig bleiben und Unternehmen auch unter schwierigen Rahmenbedingungen weiter produzieren und liefern können.
Aktuelle geopolitische Entwicklungen, fragile Lieferketten, Cyberrisiken, steigende Standortkosten und infrastrukturelle Engpässe machen deutlich: Ein einzelner Plan reicht heute nicht mehr aus. Unternehmen brauchen belastbare Strukturen, tragfähige Alternativen und die Fähigkeit, schnell auf Veränderungen zu reagieren.
Gerade in der Praxis zeigt sich: Wer erst im Krisenfall nach Alternativen sucht, ist oft zu spät. Unternehmen brauchen heute Plan B und Plan C — nicht als theoretisches Konzept, sondern als festen Bestandteil ihrer operativen und strategischen Planung.
Resilienz entsteht dort, wo Prozesse, die IT-Infrastruktur, die Verkehrsinfrastruktur, Energieversorgung und Investitionsentscheidungen und die Beschaffungsmärkte zusammengedacht werden.
Vielen Dank an die IHK Aachen für die Organisation sowie an alle Unternehmerinnen und Unternehmer, Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Fachpraxis für den offenen, sachlichen und praxisnahen Austausch.